Hüenerchopf
Ein Pulverschnee-Traum Mitte Dezember
ca. 2 Minuten LesezeitNachdem wir am letzten Wochenende am Stockberg noch mit "zu wenig" Schnee zu kämpfen hatten, ist heute eher "zu viel" Schnee vorhanden (falls es das überhaupt geben kann): Die Lawinengefahr ist auf Stufe 3, und damit ist die Auswahl der möglichen Tourenziele limitiert.
Relativ kurzfristig entscheiden wir uns für eine Tour auf den Hüenerkopf - da war ich noch nie. Der Grund dafür liegt auf der Hand; man startet im Weiler Vermol, der 600 Höhenmeter oberhalb von Mels SG liegt und nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen ist (Es gibt aber einen Schneebus von Sargans und Mels nach Vermol und zurück, siehe 🔗hier).
Wir sind heute mit dem Auto unterwegs und fahren damit nach Mels und dann über die kurvenreiche Strasse hinauf nach Vermol. Während rund um den Zürichsee noch Nebel lag, präsentiert sich uns bereits bei der Ankunft beim Parkplatz in Vermol eine tolle Aussicht: Ein klarer Morgenhimmel mit Aussicht hinüber zu den sonnenbeschienenen Gipfel von Alvier, Gonzen etc. sowie den Churfirsten, und über das Seez- und Rheintal.

Um 9 Uhr starten wir beim Parkplatz, gemeinsam mit vielen anderen, die heute dasselbe Gipfelziel haben. Im Pulverschnee, aber mit guter Spur, geht es nun entlang des Lutzbüelwegs angenehm ansteigend hoch. Zwischen verschneiten Tannen laufen wir mit den Skiern hoch, und müssen immer mal wieder eine kurze Fotopause einlegen.


Bei der Alp Vorsäss trennen sich die Routen. Wir folgen den Spuren, die nach rechts (Norden) halten, und gelangen bald über die Baumgrenze. Hier wird nun unser Tagesziel, der Hüenerkopf, sichtbar. Der Weg dahin scheint noch weit - aber wenn man genauer hinschaut, erkennt man deutlich die Gestalten der Tourengänger, die früher gestartet waren und bereits auf dem Gipfel sind.

Die Spur folgt nun dem Geländerücken, durchquert die Nordflanke des P.2080, und führt dann auf Südostgrat des Hüenerchopfs. Unterhalb des Gipfels ziehen wir die Skier aus und tragen sie noch über die letzten paar felsigen Meter bis zum Gipfelkreuz.


Nach einer kurzen Pause - unterdessen ist aus Westen Bewölkung aufgezogen - satteln wir unsere Rucksäcke und steigen (etwas unangenehm) gegen Norden einige Meter ab, um auf den Nordgrat des Gipfels zu gelangen. Hier können wir die Skier anschnallen und unsere Abfahrt starten.

Wir finden viel Platz, um unsere Spuren in den Schnee zu legen. Via die Bremenchöpf fahren wir nun zurück zur Aufstiegsroute (mit etwas Stöckeln), und folgen dieser nun zurück bis zum Ausgangspunkt.

Ein toller Tourentag mit schon fast aussergewöhnlich viel und schönem Schnee für Mitte Dezember!
- Datum
12. Dezember 2021
- Region
St. Gallen
- Teilnehmer
Alex
Julia
- Höhenmeter
1060m Aufstieg
1060m Abstieg
- Distanz11km
- SchwierigkeitL